Endodontie bei jugendlichen (unreifen) bleibenden Zähnen

Kurs 094

Prof. Dr. Gabriel Krastl
Dr. Richard Steffen
Anmeldung zum Kurs

Termin

  • Fr. 09.07.2021 13:00-18:00 Uhr
  • Sa. 10.07.2021 09:00-15:00 Uhr

Veranstaltungsort: Fr: DGKiZ-Geschäftsstelle, Sa: Zahnklinik, Würzburg

Fortbildungspunkte: 15

Kursbeschreibung:


MTA, Portlandzement, oder Biokeramik? Kalziumhydroxid oder triantibiotische Mischungen?
Was gehört ins Endodont und wie geht das am besten?
 
In Abhängigkeit von der Ausgangssituation ergeben sich heutzutage aus endodontischer Sicht viele Möglichkeiten selbst schwer kompromittierte Zähne zu erhalten. Hand aufs Herz: Sitzt man selbst im Behandlungsstuhl, ist doch die Zahnextraktion nur die letzte Therapieoption ... oder? Und bei unseren jungen Patienten? Nutzen wir die zur Verfügung stehenden Optionen wirklich aus? Das breitere Spektrum an Therapiemöglichkeiten erfordert differenziertere Entscheidungen.
 
Der Kurs zeigt anhand zahlreicher klinischer Fälle und entsprechender praktischer Übungen an speziellen im 3D Druck hergestellten Zahnmodellen den Einsatz moderner und / oder bewährter endodontischer Materialien bei Kindern und Jugendlichen – immer vor dem Hintergrund der Frage, welche Materialien es sich lohnt, in der Praxis einzusetzen und welche eben nicht. Ferner werden die vielen kleinen Details besprochen, die entscheidend sind, um die Vorteile des jeweils gewählten Materials auch tatsächlich ausnutzen zu können: praxisnah und trotzdem evidenzbasiert.
 
Im Kurs werden u.a. folgende Themen besprochen:

- Moderne Materialien für die Endodontie
- Partielle Pulpotomie nach Trauma
- Therapie von jugendlichen Zähnen mit unvollständigem
  Wurzelwachstum nach Trauma oder Infekt
- Entscheidungsbaum und Erfolgs-Assessment bei der Behandlung von devitalen Zähnen mit offenem Apex

- welche Behandlungsmethoden sind geeignet bzw. weniger geeignet?
•    Apexification mit Ca(OH)2?
•    Apikaler Plug mit MTA?
•    Regenerative endodontische Verfahren (Ca(OH)2, 3AB, 2AB)?

- Spülprotokolle
- Behandlungsalternativen bei Misserfolgen nach endodontischer Behandlung von Zähnen mit offenem Apex
- das Problem mit den Verfärbungen nach der Endodonie und Prävention von Verfärbungen
- Endodontie bei Zähnen mit ausgeprägten Invaginationen
- Chirurgische Extrusion nach Kronen-Wurzel-Fraktur mit Benex
- (Micro)Guided Endodontic
- Chirurgische Extrusion mit Benex

Praktischer Teil:

Nach dem theoretischen Abschnitt am Freitag im Seminarraum der DGKiZ haben die Teilnehmer am Samstag die Möglichkeit im Phantomraum der Zahnklinik Würzburg die verschiedenen Methoden zur Aufbereitung und Abfüllung dieser besonderen Zähne mit unterschiedlichen Materialien (Biodentine, Medcem MTA und PC, ProRoot, CEM) und Techniken (Apikaler Plug mit MAP, mit Venflow, mit Bürste; Thermoplastische WF nach apikalem Plug) selbst auszuprobieren und zu testen.
 
Hierzu werden den Teilnehmern speziell für diesen Kurs hergestellte 3D Modell von Zähnen mit unvollständigem Wurzelwachstum und Invaginationen zur Verfügung gestellt.
Zudem können die Teilnehmer an 3D-Milchmolaren die Pulpotomie mit verschiedenen MTA-Materialien ausprobieren.

Kursgebühr:

Teilnehmer Preis
Zahnarzt/ärztin (DGKiZ-Mitglied)
535,00 €
Zahnarzt/ärztin (Nichtmitglied)
620,00 €

Referenten:

Prof. Dr. Gabriel Krastl
Universitätsklinikum Würzburg

1993-1998 Studium der Zahnheilkunde in Tübingen 
1998-2005 Wissenschaftlicher Assistent und ab 2002 Oberarzt der Poliklinik für Zahnerhaltung, Universitätsklinikum Tübingen
2005-2014 Oberarzt, Klinik für Parodontologie, Endodontologie und Kariologie, Basel       
Leiter Fachgruppe Kariologie
2006-2014 Gründung und Leitung des Zahnunfall-Zentrums Basel zusammen mit Prof. Dr. A. Filippi
2012 Forschungsjahr Department of Oral Surgery / Biomaterials Unit, School of Dentistry, University of Birmingham, United Kingdom
seit 2014 Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie der Universität Würzburg
seit 2015 Gründung und Leitung des Zahnunfallzentrums Würzburg

Prof. Dr. Gabriel Krastl
Dr. Richard Steffen
Universitätszahnklinik Basel

  • Studium der Zahnmedizin in Basel. Abschluss 1985 mit Staatsexamen
  • Privatpraxis Kinderzahnmedizin in Weinfelden / TG Schweiz
  • Mitarbeiter bei Hubertus van Waes Uni Zürich seit 1998, Seit 2004 Lehrauftrag später OA an der KZM Uni Zürich
  • Leiter des Ausbildungsprograms Lachgassedierung bei der SVK
  • seit 2004, Councillor und später «Member of the board» EAPD European Academy of Paediatric Dentistry
  • 2017 Faculty Member Harvard Dental School, Sedation Sommer School
  • Im August 2018 Wechsel an die Kinderzahnmedizin Basel, Oberarzt / Assistent. Prof. KZM

Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit:

Allg. Kinderzahnmedizin, Stomatologie / orale Pathologie bei Kindern und Jugendlichen, Schmerzkontrolle u. Lachgassedation, Endodontie im Milchgebiss und bei reifenden bleibenden Zähnen, MIH.

Arbeiten: mehrere Buchbeiträge, wissenschaftliche Internet-Plattformen und über 50 wissenschaftliche Veröffentlichungen, zahlreiche Vorträge im In-und Ausland, wissenschaftlicher Beirat in 4 zahnmedizinischen Zeitschriften.

Dr. Richard  Steffen

Kursrichtlinien:

Die maximale Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Kursplätze werden in der zeitlichen Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Sollte der Kurs ausgebucht sein, werden Sie darüber informiert und auf Wunsch auf eine Warteliste eingetragen. Falls die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden sollte, werden Sie spätestens 10 Tage vorher angeschrieben und die Kursgebühr vollständig zurückgezahlt.

Die Kursgebühr wird nach Erteilung eines SEPA-Mandats etwa 12 Wochen vor Kurstermin durch Lastschrift eingezogen. Wird der Kurs vom Teilnehmer/von der Teilnehmerin ab dem Einzugstag bis 8 Wochen vor dem Kurstermin storniert, wird eine Bearbeitungsgebühr von 100,-- € fällig, die bei Rücküberweisung verrechnet wird. Die Stornierung eines gebuchten Kurses durch den/die Teilnehmer/in muss schriftlich erfolgen. Ab 8 Wochen vor dem Kursbeginn, sowie bei Nichterscheinen, ist die volle Kursgebühr zu bezahlen. Die Benennung eines Ersatzteilnehmers ist bis zum Kursbeginn möglich.

Falls eine Veranstaltung aufgrund "höherer Gewalt", Erkrankung des Referenten oder vergleichbar zwingenden Gründen abgesagt werden muss, werden die Teilnehmer schnellstmöglichst darüber informiert und bereits bezahlte Kursgebühren zurückerstattet.

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